Odonien

GESTERN(HEUTE)MORGEN ist die erste Stückentwicklung des Projektes BITTER (SWEET) HOME: In einem WRITERS’ ROOM entwickelten BPoC-Autorinnen kollaborativ neue Narrative für Theatertexte mit antirassistischer Haltung.

Gestern-Heute-Morgen. Mehr braucht man nicht. Mehr darf man nicht. Mehr will man nicht. Zumindest nicht in der Welt, in der ICH bisher gelebt hat. Doch irgendetwas stimmt nicht in dieser Welt. In dieser Welt, in der alles heil erscheint. Die Menschen fürchten sich. Wovor? Daran erinnert sich niemand so richtig. Geschichten werden in dieser Welt generell nur selten erzählt und gelacht wird so gut wie nie. Nicht weil die Menschen nicht gerne lachen. Aber sie haben Angst. Und wieso sollten Menschen überhaupt erinnern, wenn ihre Realität doch perfekt ist? Absolut heil?

In dieser Welt ist unser ICH eine Anomalie. Nicht vorgesehen in dem heilen Gefüge. ICH liebt Geschichten, Gefühle und Gelächter. Vor allem möchte ICH verstehen. Warum ICH erinnert, was Erinnerung überhaupt ist, und weshalb es niemand tut. ICH beginnt den eigenen Gefühlen zu folgen und gibt sich der gefährlichsten Sache hin, die es in ICHs Welt gibt: dem Lachen.

Angekommen in einer neuen Realität wird ICH mit den Facetten der eigenen Aktion konfrontiert und muss sich einer Utopie stellen, die noch kein ICH zuvor erreicht hat. Eine Welt, in der es viele Gestern aber kein Zurück gibt, und in der Morgen gleich schon Heute sein kann.


Mehr zum Stück und Spieltermine unter:
www.bittersweethome.de/termine


GESTERN(HEUTE)MORGEN
Ein Stück des B(S)H WRITERS’ ROOM (Julia-Huda Nahas, Emel Aydoğdu, Bernice Lysania Ekoula Akouala, Rosina Kaleab, Fatima Remli, Sarah Claire Wray)


Mit: Barış Ar, Naomi Bah, Thi Le Thanh Ho, Karmela Shako // Regie: Julia-Huda Nahas // Dramaturgie: Emel Aydoğdu // Ausstattung: Hsin-Hwuei Tseng // Sounddesign: Dennis Kazakis, Marvin Losch


Es handelt sich um ein Projekt von Julia-Huda Nahas in Kooperation mit dem zakk – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation in Düsseldorf, gefördert durch: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, LAG Soziokultur, NRW Kultursekretariat, Demokratie leben!
Ein Festival mit Performances, Film, Musik, Literatur und Bildender Kunst, gemacht von und für Menschen mit und ohne Behinderung.

19. August, 21:00 Uhr
RoboLAB Shorts: Eröffnung des RoboLAB Festivals mit Kurzfilmen

Diversität vor und hinter der Kamera wird zur Zeit in der Filmbranche heiß diskutiert – doch dabei geht es nur selten um Menschen mit Behinderungen. Gibt es überhaupt Filmemacher:innen mit Behinderung in Deutschland? Was bedeutet inklusives Filmemachen? Wie durchlässig sind die Institutionen für Filmmacher:innen mit Behinderung, und was bedeutet Barrierefreiheit für den Film?
Eine Kurzfilmrolle mit vielfältigen sehenswerten dokumentarischen und fiktionalen Beiträgen beleuchtet die aktuelle Situation in Deutschland. Im Gespräch mit Moderatorin Patrizia Kubanek diskutieren Leonard Grobien (Autor und Regisseur), Johannes Hensen (Programmchef Film Festival Cologne), Nikolas Jürgens (Filmemacher und Produzent) und Till Kniola (Referat für Popkultur und Filmkultur – Stadt Köln).
Barrierefreiheit:
Übersetzung in Gebärdensprache
Einführung und Übersetzung der Filme und des Gesprächs in Leichte Sprache
In Kooperation mit dem Film Festival Cologne und dem Hamburger Filmfestival Klappe Auf!

20. August, 20:30 Uhr
RoboLAB präsentiert: „(We don’t) [kehr]“– eine Performance der Un-Label Performing Arts Company (Uraufführung)

In (We don’t) [kehr] beschäftigt sich das Künstler-Duo „Jane Blond and that Stevil Kniewel“ (Jana Zöll und Steven Solbrig) mit dem Thema Care-Arbeit und eröffnet ein breites Spektrum von Perspektiven darauf. Die Performance verhandelt essenzielle Fragen wie „Was bedeutet Hilfe in unserer Gesellschaft? Welche Bilder von Care-Arbeit haben wir verinnerlicht, und welche Beziehungsdynamiken gehen damit einher? Wo hört Hilfe auf, und wo fängt Gewalt an?“ So wirbelt (We don’t) [kehr] den Staub des Sozialsystems auf und konfrontiert mit den Abgründen des gegenwärtigen Hilfsgestus.
Barrierefreiheit:
Teilintegrierte Gebärdensprache und Übersetzung in Gebärdensprache
Mit integrierter Audiodeskription
Tastführung (Touch Tour vor der Performance)

21. August, ab 17:00 Uhr
RoboLAB präsentiert: Konzerte, Ausstellungen und Performance

Musik: „Unfall” mit Max Schweder (Saxofon) und Martin Widyanata (live electronic)
und „The New Standard” mit Lucca Keller (Piano) und Torben Schug (Bass)
Skulpturale Objekte: Odo Rumpf, Rostgaard und Künstler des kaethe:k Kunsthaus
Robotik: Künstlerische kinetische Entwürfe für ein barrierefreies Odonien (TH Köln/KISD – Köln International School of Design)
Literatur: Postkarten aus der Zukunft des RoboLAB (Autor*innen: Emma Becker, Heike Geltsch, Rami Hamze, Max Greyson, Selma Winterling, Alfred Quarshie)
Performance: („We don’t) [kehr]“ – eine Performance der Un-Label Performing Arts Company (20:30 Uhr)
Barrierefreiheit:
Übersetzung in Gebärdensprache
Performance: Übersetzung in Leichte Sprache, teilintegrierte Gebärdensprache und Übersetzung in Gebärdensprache, mit integrierter Audiodeskription, Tastführung (Touch Tour vor der Performance)

23. August, 20:30 Uhr
RoboLAB präsentiert: „(We don’t) [kehr]“ – eine Performance der Un-Label Performing Arts Company

Barrierefreiheit:
Teilintegrierte Gebärdensprache und Übersetzung in Gebärdensprache, mit integrierter Audiodeskription
Tastführung (Touch Tour vor der Performance

24. August, 21:30 Uhr
RoboLAB Film Open Air: „Schmetterling und Taucherglocke“, ein Film von Julian Schnabel

Jean-Dominique Bauby ist Gefangener seines eigenen Körpers. Der 43-jährige Chefredakteur des Modemagazins „Elle“ hat einen Gehirnschlag erlitten und kann in der Folge nur noch sein linkes Augenlid bewegen. Doch Bauby gibt nicht auf: Geblieben sind ihm schließlich sein wacher Verstand, sein Wissen und seine Erinnerungen. Nur mit der Hilfe seines Augenlids und einer Assistentin beginnt er, Texte zu diktieren. Julian Schnabels meisterhafte Regie lässt Baubys Subjektive auf der Leinwand zu einem einzigartigen filmischen Erlebnis werden.
Der Film hatte bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2007 Premiere, war für vier Oscars nominiert, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und von der internationalen Kritik hoch gelobt.
In Kooperation mit dem Film Festival Cologne.

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